Weiterbildungsförderung der Bundesagentur für Arbeit

Die Förderung der Weiterbildung durch die BA richtet sich nicht nur an arbeitslose oder von Arbeitslosigkeit bedrohte Arbeitnehmer*Innen. Auch für Arbeitnehmer*Innen in einem Beschäftigungsverhältnis gibt es die Möglichkeit der Förderung, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen vorhanden sind. Besonders gilt dies für Beschäftigte ohne Berufsabschluss, oder wenn dieser nicht mehr verwertbar ist, da hierin ein hohes Arbeitslosigkeitsrisiko besteht. Die Regelungen zur Weiterbildungsförderung finden sich im Dritten Buch Sozialgesetzbuch (SGB III) und im SGB II für die Förderung erwerbsfähiger Leistungsberechtigter durch die Jobcenter.

Allgemeine Grundsätze der Weiterbildungsförderung

Nur wenn die gesetzlichen Fördervoraussetzungen vorliegen, kann diese erfolgen. Ein Rechtsanspruch besteht grundsätzlich nicht. Eine Ausnahme bildet der Rechtsanspruch auf Förderung zum Nachholen eines Berufsabschlusses, sowie einer beruflichen Weiterbildung mit dem Ziel des Nachholens eines Hauptschul- oder vergleichbaren Abschlusses.

Die Förderung der Weiterbildung bei Arbeitslosigkeit, muss nach Lage und Entwicklung des Arbeitsmarktes und des gewählten Berufszieles erfolgen und mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einer Aufnahme einer Beschäftigung führen. Über eine Förderung entscheidet die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter. Vor Beginn der Weiterbildung muss eine Beratung durch die Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter erfolgt sein. Dies stellt eine Fördervoraussetzung dar.

Wenn alle Fördervoraussetzungen vorliegen, wird von der Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter ein Bildungsgutschein ausgestellt. Dieser enthält auch Angaben über die Weiterbil-dungskosten, die übernommen werden (z. B. Lehrgangsgebühren, Kinderbetreuungskosten, Fahrtkosten etc.). Ebenso werden im Bildungsgutschein das Bildungsziel, die erforderliche Dauer der Maßnahme bis zum Erreichen des Bildungsziels und der regionale Geltungsbereich ausgewiesen.

Solange der Bildungsgutschein gültig ist, kann der/die Inhaber*In diesen bei einem für die Weiterbildungsförderung zugelassenen und zertifizierten Bildungsträger seiner Wahl einlösen. Aber auch die Weiterbildungsmaßnahme muss für die Weiterbildungsförderung zugelassen sein. Die Weiterbildungsdatenbank KURSNET der Bundesagentur für Arbeit informiert über konkrete Weiterbildungsangebote vor Ort und ermöglicht regionale und überregionale Suchoptionen nach Angeboten.

Förderung von Arbeitnehmern*Innen ohne Berufsabschluss (Geringqualifizierte)

Geringqualifizierte sind nach wie vor weit überdurchschnittlich von Arbeitslosigkeit betroffen oder haben Schwierigkeiten, beschäftigt zu bleiben. Für Geringqualifizierte besteht ein mit dem Gesetz zur Förderung der beruflichen Weiterbildung im Strukturwandel und zur Weiterentwicklung der Ausbildungsförderung (Arbeit-von-morgen-Gesetz) ein grundsätz-licher Rechtsanspruch auf Förderung einer beruflichen Weiterbildung. Ziel ist es hierbei einen Berufsabschluss zu erreichen.  Gefördert werden arbeitslose und beschäftigte Arbeitnehmer-innen und Arbeitnehmer.

Ebenso können Förderungen für den Erwerb von berufsabschlussorientierten Teilquali-fikationen erfolgen. Um Schritt für Schritt einen Berufsabschluss zu erreichen, sind die hier erforderlichen „Ausbildungsbausteine“ im Rahmen von Teilqualifikationen eine geeignete Alternative. Die SECUACAD Security Academy GmbH bietet für die Sicherheitsbranche die Teilqualifikation „Fachkraft für Schutz und Sicherheit“ an und führt die Teilnehmenden in 6 Modulen zum Berufsabschluss.

Arbeitnehmern*Innen mit einem staatlichen Berufsabschluss, die mehr als vier Jahre in an- oder ungelernter Tätigkeit beschäftigt sind, und eine ihrem Berufsabschluss entsprechende Beschäftigung durch „Berufsentfremdung“ voraussichtlich nicht mehr ausüben können, haben Anspruch auf eine Förderung, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen.

Arbeitnehmer*Innen ohne Berufsabschluss, die noch nicht drei Jahre beruflich tätig waren, haben unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit, eine Förderung zum nachträg-lichen Erwerb eines Berufsabschlusses zu erhalten, wenn in dem angestrebten Beruf ein hoher Fachkräftemangel besteht (Engpassberuf!). Dieser massive Fachkräftemangel liegt in der Bewachungs- und Sicherheitsbranche nachweislich vor.

Die Förderung umfasst für Geringqualifizierte in der Regel die volle Übernahme der Lehrgangskosten, sowie Fahrtkosten und Kinderbetreuungskosten. Für die Zeit der Weiterbildung erhalten Arbeitslose das Arbeitslosengeld in der zuvor bewilligten Höhe als Arbeitslosengeld bei beruflicher Weiterbildung.

Bei beschäftigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern kann der Arbeitgeber, der seinen Beschäftigten das Arbeitsentgelt auch während der Weiterbildung fortzahlt, das auf die Weiterbildungszeiten entfallende Arbeitsentgelt bis zu 100 Prozent bezuschusst erhalten.

Bei geförderten Weiterbildungen, die bis 31. Januar 2023 beginnen und zu einem Abschluss in anerkannten Ausbildungsberufen mit mindestens zweijähriger Dauer führen, können Förderteilnehmerinnen und -teilnehmer zur Stärkung von Motivation und Durchhalte-vermögen eine Weiterbildungsprämie für die erfolgreiche Teilnahme an einer Zwischen- und Abschlussprüfung erhalten (1000 Euro bei Zwischenprüfung; 1500 Euro bei Abschlussprüfung).

Eine berufsabschlussbezogene Weiterbildung kann bei einem Bildungsträger, aber auch in einem Unternehmen in Form der sog. betrieblichen Einzelumschulung erfolgen. Betriebliche Umschulungen können ergänzend mit umschulungsbegleitenden Hilfen unterstützt werden.

 

 

Weiterbildungsförderung beschäftigter Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer

Am 1. Januar 2019 ist das Gesetz zur Stärkung der Chancen für Qualifizierung und für mehr Schutz in der Arbeitslosenversicherung (Qualifizierungschancengesetz) im Wesentlichen in Kraft getreten. Hierin erfolgte eine erhebliche Ausweitung der Weiterbildungsförderung insbesondere für beschäftigte Arbeitnehmer*Innen.

Die Fördermöglichkeiten beziehen sich auf alle Beschäftigten, die berufliche Tätigkeiten ausüben, die durch Technologien ersetzt werden können, in sonstiger Weise von Strukturwandel betroffen sind oder die eine berufliche Weiterbildung in einem Engpassberuf anstreben, also in einem Beruf, in dem Fachkräftemangel besteht.

Die Übernahme von Weiterbildungskosten und die Zahlung von Zuschüssen zum Arbeitsentgelt setzen grundsätzlich eine Kofinanzierung durch den Arbeitgeber voraus. Für bestimmte Personengruppen (ältere oder schwerbehinderte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) oder solche in Kleinstbetrieben) sind Ausnahmemöglichkeiten von diesem Grundsatz vorgesehen.

Infografik „Gesetz zur Förderung der beruflichen Weiterbildung im Strukturwandel und zur Weiterentwicklung der Ausbildungsförderung“. (Quelle Bundesanstalt für Arbeit)

Wir beraten Sie gerne:

Ihr SECUACAD Security Academy GmbH Beratungsteam

+49 89 14337781 oder service@secuacad.de

 

Umfassende Informationen erhalten Sie von der Bundesanstalt für Arbeit über

Downloads

 

Weiterführende Links

 

Arbeitgeber-Service

Gerne helfen wir Ihnen persönlich weiter. Kontaktieren Sie uns – telefonisch oder per Kontaktformular:

0800 4 555520 (GEBÜHRENFREI)

KONTAKTFORMULAR

 

 

Weiterbildungsförderung der Bundesagentur für Arbeit

Die Förderung der Weiterbildung durch die BA richtet sich nicht nur an arbeitslose oder von Arbeitslosigkeit bedrohte Arbeitnehmer*Innen. Auch für Arbeitnehmer*Innen in einem Beschäftigungsverhältnis gibt es die Möglichkeit der Förderung, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen vorhanden sind. Besonders gilt dies für Beschäftigte ohne Berufsabschluss, oder wenn dieser nicht mehr verwertbar ist, da hierin ein hohes Arbeitslosigkeitsrisiko besteht. Die Regelungen zur Weiterbildungsförderung finden sich im Dritten Buch Sozialgesetzbuch (SGB III) und im SGB II für die Förderung erwerbsfähiger Leistungsberechtigter durch die Jobcenter.

Allgemeine Grundsätze der Weiterbildungsförderung

Nur wenn die gesetzlichen Fördervoraussetzungen vorliegen, kann diese erfolgen. Ein Rechtsanspruch besteht grundsätzlich nicht. Eine Ausnahme bildet der Rechtsanspruch auf Förderung zum Nachholen eines Berufsabschlusses, sowie einer beruflichen Weiterbildung mit dem Ziel des Nachholens eines Hauptschul- oder vergleichbaren Abschlusses.

Die Förderung der Weiterbildung bei Arbeitslosigkeit, muss nach Lage und Entwicklung des Arbeitsmarktes und des gewählten Berufszieles erfolgen und mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einer Aufnahme einer Beschäftigung führen. Über eine Förderung entscheidet die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter. Vor Beginn der Weiterbildung muss eine Beratung durch die Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter erfolgt sein. Dies stellt eine Fördervoraussetzung dar.

Wenn alle Fördervoraussetzungen vorliegen, wird von der Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter ein Bildungsgutschein ausgestellt. Dieser enthält auch Angaben über die Weiterbil-dungskosten, die übernommen werden (z. B. Lehrgangsgebühren, Kinderbetreuungskosten, Fahrtkosten etc.). Ebenso werden im Bildungsgutschein das Bildungsziel, die erforderliche Dauer der Maßnahme bis zum Erreichen des Bildungsziels und der regionale Geltungsbereich ausgewiesen.

Solange der Bildungsgutschein gültig ist, kann der/die Inhaber*In diesen bei einem für die Weiterbildungsförderung zugelassenen und zertifizierten Bildungsträger seiner Wahl einlösen. Aber auch die Weiterbildungsmaßnahme muss für die Weiterbildungsförderung zugelassen sein. Die Weiterbildungsdatenbank KURSNET der Bundesagentur für Arbeit informiert über konkrete Weiterbildungsangebote vor Ort und ermöglicht regionale und überregionale Suchoptionen nach Angeboten.

Förderung von Arbeitnehmern*Innen ohne Berufsabschluss (Geringqualifizierte)

Geringqualifizierte sind nach wie vor weit überdurchschnittlich von Arbeitslosigkeit betroffen oder haben Schwierigkeiten, beschäftigt zu bleiben. Für Geringqualifizierte besteht ein mit dem Gesetz zur Förderung der beruflichen Weiterbildung im Strukturwandel und zur Weiterentwicklung der Ausbildungsförderung (Arbeit-von-morgen-Gesetz) ein grundsätz-licher Rechtsanspruch auf Förderung einer beruflichen Weiterbildung. Ziel ist es hierbei einen Berufsabschluss zu erreichen.  Gefördert werden arbeitslose und beschäftigte Arbeitnehmer-innen und Arbeitnehmer.

Ebenso können Förderungen für den Erwerb von berufsabschlussorientierten Teilquali-fikationen erfolgen. Um Schritt für Schritt einen Berufsabschluss zu erreichen, sind die hier erforderlichen „Ausbildungsbausteine“ im Rahmen von Teilqualifikationen eine geeignete Alternative. Die SECUACAD Security Academy GmbH bietet für die Sicherheitsbranche die Teilqualifikation „Fachkraft für Schutz und Sicherheit“ an und führt die Teilnehmenden in 6 Modulen zum Berufsabschluss.

Arbeitnehmern*Innen mit einem staatlichen Berufsabschluss, die mehr als vier Jahre in an- oder ungelernter Tätigkeit beschäftigt sind, und eine ihrem Berufsabschluss entsprechende Beschäftigung durch „Berufsentfremdung“ voraussichtlich nicht mehr ausüben können, haben Anspruch auf eine Förderung, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen.

Arbeitnehmer*Innen ohne Berufsabschluss, die noch nicht drei Jahre beruflich tätig waren, haben unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit, eine Förderung zum nachträg-lichen Erwerb eines Berufsabschlusses zu erhalten, wenn in dem angestrebten Beruf ein hoher Fachkräftemangel besteht (Engpassberuf!). Dieser massive Fachkräftemangel liegt in der Bewachungs- und Sicherheitsbranche nachweislich vor.

Die Förderung umfasst für Geringqualifizierte in der Regel die volle Übernahme der Lehrgangskosten, sowie Fahrtkosten und Kinderbetreuungskosten. Für die Zeit der Weiterbildung erhalten Arbeitslose das Arbeitslosengeld in der zuvor bewilligten Höhe als Arbeitslosengeld bei beruflicher Weiterbildung.

Bei beschäftigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern kann der Arbeitgeber, der seinen Beschäftigten das Arbeitsentgelt auch während der Weiterbildung fortzahlt, das auf die Weiterbildungszeiten entfallende Arbeitsentgelt bis zu 100 Prozent bezuschusst erhalten.

Bei geförderten Weiterbildungen, die bis 31. Januar 2023 beginnen und zu einem Abschluss in anerkannten Ausbildungsberufen mit mindestens zweijähriger Dauer führen, können Förderteilnehmerinnen und -teilnehmer zur Stärkung von Motivation und Durchhalte-vermögen eine Weiterbildungsprämie für die erfolgreiche Teilnahme an einer Zwischen- und Abschlussprüfung erhalten (1000 Euro bei Zwischenprüfung; 1500 Euro bei Abschlussprüfung).

Eine berufsabschlussbezogene Weiterbildung kann bei einem Bildungsträger, aber auch in einem Unternehmen in Form der sog. betrieblichen Einzelumschulung erfolgen. Betriebliche Umschulungen können ergänzend mit umschulungsbegleitenden Hilfen unterstützt werden.

 

 

Weiterbildungsförderung beschäftigter Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer

Am 1. Januar 2019 ist das Gesetz zur Stärkung der Chancen für Qualifizierung und für mehr Schutz in der Arbeitslosenversicherung (Qualifizierungschancengesetz) im Wesentlichen in Kraft getreten. Hierin erfolgte eine erhebliche Ausweitung der Weiterbildungsförderung insbesondere für beschäftigte Arbeitnehmer*Innen.

Die Fördermöglichkeiten beziehen sich auf alle Beschäftigten, die berufliche Tätigkeiten ausüben, die durch Technologien ersetzt werden können, in sonstiger Weise von Strukturwandel betroffen sind oder die eine berufliche Weiterbildung in einem Engpassberuf anstreben, also in einem Beruf, in dem Fachkräftemangel besteht.

Die Übernahme von Weiterbildungskosten und die Zahlung von Zuschüssen zum Arbeitsentgelt setzen grundsätzlich eine Kofinanzierung durch den Arbeitgeber voraus. Für bestimmte Personengruppen (ältere oder schwerbehinderte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) oder solche in Kleinstbetrieben) sind Ausnahmemöglichkeiten von diesem Grundsatz vorgesehen.

Infografik „Gesetz zur Förderung der beruflichen Weiterbildung im Strukturwandel und zur Weiterentwicklung der Ausbildungsförderung“. (Quelle Bundesanstalt für Arbeit)

Wir beraten Sie gerne:

Ihr SECUACAD Security Academy GmbH Beratungsteam

+49 89 14337781 oder service@secuacad.de

 

Umfassende Informationen erhalten Sie von der Bundesanstalt für Arbeit über

Downloads

 

Weiterführende Links

 

Arbeitgeber-Service

Gerne helfen wir Ihnen persönlich weiter. Kontaktieren Sie uns – telefonisch oder per Kontaktformular:

0800 4 555520 (GEBÜHRENFREI)

KONTAKTFORMULAR

 

 

Für Informationen und zur Klärung von Fragen von Unternehmen oder interessierten Privatpersonen stehen wir gerne bei einem persönlichen Termin, Telefonat oder per E-Mail zur Verfügung.

+49 891 433 7781
Unsere Partner